Angeln in den Seen auf Forelle und Saibling
Auf dieser Seite möchte ich Euch das Angeln im Süßwasser etwas näher bringen. Viele Gäste die zu uns kommen sind eigentlich nur am Angeln im Meer interessiert, dabei haben die vielen Seen in unserer Umgebung einiges zu bieten. Sicher gibt es viele Seen wo eine Menge Fisch drin ist, aber die Größe der Fische sehr zu wünschen übrig lässt. Doch es gibt sie die Seen mit den Kilo+ Forellen! Wenn man bereit ist ein Stück zu laufen, und weiß wo man Fischen muss fehlt "nur" noch das Quäntchen Glück und man hat seine Traumforelle in den Händen.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, das Angeln mit Wurm und das Angeln mit Kunstködern.
Angeln mit Wurm:
Das ist die "Faulimethode" und ist ganz simpel. Entweder Angelt man mit der Pose oder mit dem Grundblei. Letzteres ist besser geeignet wenn man weit raus muss. Wichtig ist ein Durchlaufblei zu benutzen damit der Fisch beim Biss keinen Widerstand merkt, ist ja klar. Die Posenmontage muss ich glaub ich auch nicht erst erklären. Würmer bekommt man hier in Norwegen in jedem Angelladen, oder gräbt sie sich selber (bitte vorher informieren wo, nich das Ihr Nachbar´s Garten umgrabt. Oft handelt es sich um Privatgrundstücke auch wenn es nicht so aussieht).
Angeln mit Kunstködern:
Das Angeln mit Kunstködern mag ich am meisten, weil es einem etwas mehr abverlangt. Hier kommen kleine Spinner, Blinker, Gummifische oder Wobbler zum Einsatz. Ich benutze eigentlich nur Gummifische oder Wobbler. Mit Gummifischen bis 5cm ist man auf der sicheren Seite. Farben kommen viele in Frage. Gummis im Forellendekor sind immer eine gute Wahl, aber auch braune Farben fangen gut, und etwas buntes wie Firetiger sollte man auf jeden Fall dabei haben. Wer es auf die richtig dicken Fische abgesehen hat kann auch größere Gummis benutzen, allerdings wird es dann weniger Bisse geben. Wenn es aber beißt dann geht´s richtig ab. Gleiches gilt auch für Wobbler, großer Köder - großer Fisch! Ich benutze aber fast immer Wobbler um die 5cm. Vorzugsweise im Forellendesign, gerne auch sinkende Modelle. Jedoch sollte auch hier ein Firetiger nicht fehlen! Um diese kleinen Wobbler oder Gummifische ordentlich werfen zu können, muss das Gerät darauf abgestimmt sein. Eine Spinnrute wie man sie zum Barschangeln benutzt ist hier richtig, dazu eine kleine Stationärrolle mit dünner geflochtener oder Monofiler Schnur. Die Schnurstärken betragen bei mir 0,20mm bei der monofilen, und 0,08mm bei der geflochtenen Schnur. Wie tief oder flach die Fische stehen findet man nur durch probieren heraus. Oft sind die Seen in Norwegen tief und fallen vom Ufer steil ab. Wenn man Untiefen und Erhebungen in Wurfweite kennt, steigert das natürlich den Fangerfolg. Die Fische ziehen aber auch im Freiwasser ihre bahnen.
Lachsangeln im Fluss
Das Lachsangeln ist ein Kapitel für sich bei dem man einplanen muss öfter mal mit leeren Händen nach Hause zu kommen. Fängt man aber erst mal einen Lachs entschädigt das für die Schneidertage. Wenn man auf Lachs angelt muss man sich bewusst sein das man auf Fische angelt die zum laichen die Flüsse hochziehen und eigentlich nicht beißen wollen. Diese Angelei ist stark vom Wasserstand des Flusses abhängig! Wochenlange Trockenperioden und damit verbundenes Niedrigwasser sind Garanten für Schneidertage, genauso wie extremes Hochwasser. Am besten ist es wenn der Fluß nach Niedrigwasser durch Regenfälle ansteigt. Dann erwachen die Lachse aus ihrer Lethargie, und man kann mit etwas Glück gleich mehrere fangen. Es ist also besser den richtigen Zeitpunkt abzuwarten als Tagelang bei den falschen Bedingungen zu Angeln. Allerding kann es bei den richtigen Bedingungen ziemlich voll sein am Fluß oder man bekommt erst gar keine Tageskarte mehr. Gute Plätze sind zum Beispiel Außenkurven, tiefe Gumpen oder die ausgespülten Kolke vor Wasserfällen. An den letzteren stauen sich oft viele Lachse da sie den Wasserfall überwinden wollen und vorher noch eine Ruhepause einlegen. Auf Lachs kann man mit der Fliege, mit Kunstköder (Blinker, Wobbler, Spinner etc.) oder mit Naturköder angeln. Wenn Ihr euer Glück auf Lachs mit der Fliegenrute versuchen wollt ist es an vielen Flüssen von Vorteil eine Zweihandrute zu benutzen da das Handling in größeren Flüssen viel besser ist und man sich mit einer Einhandrute oft ziemlich verloren vorkommt. Wer nur eine Einhandrute besitzt sollte sich kleinere Flüsse zum Angeln suchen, und die Rute sollte nicht unter der Wurfklasse 7/8 liegen. Beim Spinnangeln sind Ruten um die 60g Wurfgewicht eine gute Wahl. Über Köder und Taktiken will ich hier nicht weiter eingehen da über dieses Thema schon genug geschrieben wurde.
Gute Lachsflüsse in unserer Nähe sind der Steinsdalselva in Osen ca. 20 km entfernt. Der Nordalselva und der Stordalselva, beide in Åfjord ca. 45 km entfernt.
Eisangeln im Süßwasser
Für mich immer wieder ein highlight im Jahr, ist das Eisangeln. Da es hier in vielen Seen Saiblinge gibt kann sich das Angeln auf diese Fische lohnen. Oft ist es im Winter schieriger an den jeweilgen See zu kommen, als die Fische dann zu fangen. Der Saibling ist ein Fisch der im Winter richtig in fahrt kommt. Am besten ist es wenn man ein paar Untiefen im See kennt und diese gezielt beangelt. Mit Tiefen zwischen 1m und 5m liegt man meistens richtig. Aber der Saibling kann auch tief stehen, 15m bis 20m sind nicht ungewöhnlich. Geangelt wird am besten mit einem Lockblinker und einem 15cm langen stück Schnur als Vorfach, ich nehme Schnurstärke 0,20mm. An den kleinen Einzelhaken kommen 2 - 3 Maden oder ein Wurm als Köder. Wenn Saiblinge am Platz sind wird man meistens nicht lange auf einen Biss warten müssen. Bekommt man keine Bisse ist es besser öfter mal den Platz zu wechseln. Ich probiere es ca.15min und Bohre dann ein neues Loch, und suche so systematisch die Gegend ab. Von Vorteil ist es auch die Kanten von den Untiefen zu suchen. Oft stehen die Besseren Fische ein paar Meter tiefer als die kleineren. Ich habe es auch mit Zockern und Mormyschka versucht. Obwohl genug Fische am Platz waren schien mir der Zocker die Fische eher zu verschrecken. Und die Mormyschka, die ich auch mit einer Made Anbot hat mir ein paar Fische beschert. Jedoch war das nicht so effektiv wie der Blinker mit den Maden. Aber das hängt sicher von der Tagesform der Fische ab. Mit Glück kann man als Beifang auch mal eine Forelle erwischen, doch diese sind im Winter nicht so aktiv und schwieriger zu fangen. Leider ist der norwegische Winter auch nicht mehr das was er mal war, und Eisangeln ist nicht immer möglich. Ihr solltet Euch deshalb vorher informieren wie dick das Eis ist, und was der Wetterbericht sagt. Würmer und Maden bekommt man in jedem guten Angelgeschäft.
Informiert Euch bitte über Regeln, Bestimmungen sowie Schonzeiten, und über die Preise für die Tageskarte!